6. April 2020

Unternehmensberatung mit 100 Prozent bezuschusst

Kategorien: Unkategorisiert

Inhaltsverzeichnis

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) genehmigt Mittelständlern und Freiberuflern einen Zuschuss bis 4.000 Euro netto. Der Beratungs-Zuschuss muss nicht zurückgezahlt werden. Zudem müssen von der Corona-Krise betroffene kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler nicht in Vorleistung gehen. Besonders kleine und mittlere Unternehmen sind von der Krise betroffen. Daher wird für sie Unternehmensberatung mit 100 Prozent bezuschusst.

Nachdem ein Antrag bewilligt ist, erfolgt die Auszahlung direkt an das gewählte Beratungsunternehmen. Achtung: Das gilt nur für Beratungsunternehmen, die bei der Bundesagentur für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle auch als solche registriert sind.

Wer ist antragsberechtigt?

Grundsätzlich kleine und mittlere Unternehmen sowie Freiberufler, die unter wirtschaftlichen Auswirkungen des Corona-Virus leiden.

Sie müssen zudem die EU-rechtlichen Bedingungen der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) und der De-minimis-Regelung erfüllen. Unternehmen und Freiberufler müssen diesen Antrag selber stellen. Das Antragsformular finden Sie hier. Beim Antragsprozess helfen wir Ihnen natürlich gerne.

Was bedeutet De-minimis-Regelung?

Sie ermöglicht, dass kleine und mittlere Unternehmen, sowie Freiberufler unter einer bestimmten Grenze mit öffentlichen Geldern unterstützt werden können.

Was ist neu an dieser Regelung?

Es ist kein Vorab-Beratungsgespräch – beispielsweise bei der Industrie- und Handelskammer – mehr notwendig. Außerdem muss die Beratung nicht vor Ort stattfinden. Sie kann ebenso per Telefon oder Video-Konferenz stattfinden.

Aufgrund der 100 Prozent-Förderungen müssen Unternehmen auch nicht in Vorleistung treten.

Welche Fristen gelten?

Die Anträge nach der neuen Regelung müssen Sie vor den Beratungsleistungen stellen. Die Regelung gilt bis zum 31.12.2020. Die Beratung darf erst nach Bewilligung beginnen.

Wie lange es bis zur Bewilligung dauert, kann momentan niemand sagen.

Was wird gefördert?

Die Förderung gilt für alle wirtschaftlichen, finanziellen, personellen und organisatorischen Fragen eines Unternehmens oder Freiberuflers. Konkret geht es dabei um Liquiditätsplanungen, Prognoseberechnungen, die im Zusammenhang mit der Fortführung des Unternehmens stehen, sowie Hilfestellungen bei Entwicklung neuer Geschäftsfelder, Umstellung und Digitalisierung von bestehenden Geschäftsfeldern. Die Ergebnisse der Beratungsleistungen können zur Beantragung weiterer Fördermittel führen.

Ein direktes Beantragen von Fördermitteln, wie zum Beispiel Kurzarbeitergeld, Soforthilfen, KfW-Darlehen sind jedoch nicht förderungswürdig.

Unsere Einschätzung

Dass uns als Beratungsunternehmen diese Regelung entgegenkommt, müssen wir nicht verschweigen.

Unabhängig davon, ist es für Unternehmen gerade außerordentlich schwierig, den Überblick zu behalten und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Einen Sparrings-Partner an der Seite zu haben, kann viele Prozesse klären und vereinfachen. Gerade Unternehmen, die in finanziellen Schwierigkeiten stecken, können sich nun Hilfe holen. Das ist für viele Unternehmen eine Entlastung.

Johannes Dähnert

CSO, CCO, CHRO, Partner, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht

Tags

Expert:innen zu diesem Thema

Keine passenden Personen gefunden.

Das könnte Sie auch interessieren

  • Wir verbreitern unser Spektrum: Effektive Lösungen durch IT Consulting

    Viele unserer Mandant:innen haben Bedarf an IT-Dienstleistungen, sei es bei der Entwicklung von IT-Strategien, der Durchführung von Digitalisierungsprojekten oder der Optimierung von Geschäftsprozessen. Auch wir als Rechts- und Steuerberatung sind auf gute IT-Prozesse angewiesen. Damit unsere Mandant:innen die bestmögliche Unterstützung [...]

    Johannes Dähnert

    29. Jun 2023

  • Schlussabrechnungen der Coronahilfen - Wichtige Erkenntnisse und die Suche nach einem prüfenden Dritten

    Die Coronahilfen beschäftigen die deutschen Steuerberatungen noch immer. Sie beschäftigen sich weiterhin mit der Erstellung und Übermittlung der Schlussabrechnungen zu den Überbrückungshilfen sowie den November- und Dezemberhilfen. In einigen Bundesländern, wie in Nordrhein-Westfalen, ist es noch sehr ruhig um die [...]

    Lars Rinkewitz

    23. Jan 2024

  • Das waren die beliebtesten Beiträge 2023

    Sie sind immer auch ein kleiner Jahresrückblick, die meistgeklickten Beiträge des Jahres. 10. Aufbewahrungsfristen 2023 Alle Jahre wieder: Dieser Leitfaden hilft beim Sortieren.  9. Kaufpreisaufteilung zwischen Grund & Boden und Gebäuden Welche rechtlichen und steuerlichen Aspekte Sie beim Immobilienkauf beachten [...]

    Thomas Müller

    19. Jan 2024