8. Juli 2021

Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen in Zeiten von Klimaschutz und Energiewende

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Inhaltsverzeichnis

Nie zuvor waren die Themen Klimaschutz und Energiewende so präsent wie heute. Nahezu täglich kommen aus der Politik Vorschläge, um die Energiewende voranzubringen. Im ersten Beitrag unserer neuen Blogreihe zum Thema Photovoltaikanlagen befassen sich unsere Expertinnen und Experten mit der Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen. 

Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen – Ziele der Photovoltaikanlage

Ziel der Politik weltweit ist es, eine sichere, umweltverträgliche und gleichzeitig wirtschaftliche Energieversorgung zu schaffen. Denn ohne Strom, Wärme und Mobilität sind Gesellschaften heute nicht mehr denkbar. Bereits jetzt hat die Solarenergie eine große Rolle eingenommen. Aktuell wächst der Ausbau dieser Energiequelle so schnell wie keine andere. Neben den positiven Effekten auf die Umwelt kann eine Photovoltaikanlage (PV-Anlage) auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten interessant sein.

Das spricht für eine Photovoltaikanlage

Eine Photovoltaikanlage lohnt sich nicht nur, wenn Sie der Umwelt etwas Gutes tun möchten. Sie kann zusätzlich aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten interessant sein. Insbesondere wenn Sie den erzeugten Strom direkt selbst verbrauchen können Sie sparen. Denn für den selbst produzierten Strom vom Dach zahlt man in Deutschland in der Regel nur etwa elf bis dreizehn Cent je Kilowattstunde. Das ist deutlich weniger als für den Strom aus dem Netz. Hier liegt der Preis im Schnitt bei mehr als 31 Cent je Kilowattstunde. Was passiert aber mit dem Strom, der nicht selbst verbraucht wird? Diesen können Sie in das öffentliche Netz einspeisen und erhalten dafür momentan eine Einspeisegebühr von knapp acht Cent je Kilowattstunde.

Steuerliche Gesichtspunkte einer Photovoltaikanlage 

Wie in vielen anderen Bereich auch gibt es steuerliche Gesichtspunkte bei der Frage zu beachten, ob Sie eine Photovoltaikanlage betreiben sollten. Eine wichtige Frage dabei ist die, ob Sie den erzeugten Strom nicht nur selbst verbrauchen wollen, sondern zusätzlich in das öffentliche Stromnetz einspeisen möchte. Tut man das, wird man aus steuerlicher Sicht Unternehmer:in. Die Folge dessen ist, dass die Einnahmen aus der Photovoltaikanlage grundsätzlich der Umsatzsteuer unterliegen.
Beabsichtigen Sie darüber hinaus, mit der Anlage insgesamt einen Gewinn zu erzielen, üben Sie eine gewerbliche Tätigkeit mit Gewinnerzielungsabsicht aus und werden somit Gewerbetreibende beziehungsweise Gewerbetreibender. Das heißt, dass im Rahmen der jährlichen Einkommensteuererklärung ein Gewinn oder Verlust aus dem Betrieb der Photovoltaikanlage zu erklären ist.

Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen – dann lohnt sich der Betrieb einer Photovoltaikanlage

Eine Photovoltaikanlage ist eine langfristige Investition. In der Regel sollten sich die Anschaffungskosten über 20 Jahre rentieren. Die Anschaffungskosten können je nach Leistung von 9.000  Euro bis 20.000 Euro inklusive Umsatzsteuer erreichen. Um die Energiewende voranzutreiben, gewähren bestimmte Bundesländer und Kommunen sogar Zuschüsse. Dadurch müssen die Anschaffungskosten nicht komplett alleine getragen werden. Der restliche Kaufpreis kann beispielsweise auch über einen Bankkredit finanziert werden. Den Einnahmen aus der Einspeisevergütung stehen dann die Ausgaben für die Kaufpreiszahlung und für die Zinszahlungen gegenüber. Gleichzeitig müssen Sie eventuelle Steuerzahlungen und Entnahmen aufgrund des teilweisen Eigenverbrauchs beachten. Ob und wie rentabel eine Photovoltaikanlage sein kann, zeigen wir Ihnen in der nachfolgenden Berechnung:

Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen in Zeiten von Klimaschutz und Energiewende

Unsere Einschätzung

Die Beispielrechnung zeigt, dass sich über die Totalperiode insgesamt ein Gewinn erzielen lässt. Gleichzeitig kann sich einkommensteuerlich ein Verlust und umsatzsteuerlich ein Zahlungsüberschuss ergeben. Selbstverständlich hängt der Totalgewinn von einer Vielzahl von Parametern ab, die Sie bereits bei der Anschaffung der Photovoltaikanlage beachten sollten. So zum Beispiel die Leistung der Anlage, die Höhe des Eigenverbrauchs und die erzielbare Einspeisevergütung. Diese haben wiederum Einfluss auf die zu erzielenden Erlöse und den einkommensteuerlichen Gewinn. Um unerwünschte steuerliche Folgen zu vermeiden, sollten Sie sich im Vorhinein umfassend über die steuerlichen Folgen des Betriebs einer Photovoltaikanlage informieren.

Haben Sie konkrete Fragen zum Thema Photovoltaikanlage? Dann sprechen Sie uns gerne jederzeit an!

In den kommenden Beiträgen rund um das Thema Photovoltaikanlagen erhalten Sie Informationen zu Photovoltaikanlagen und…

  • Ertragsteuern
  • Umsatzsteuer
  • steuerlichen Fallstricken

 

 

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